von 1815 - 1866: Der Deutsche Bund  ...und der Dualismus 

05.10.2025

Nach dem Wiener Kongress 1815 entstand der Deutsche Bund, ein lockerer Staatenbund aus 34 Staaten und 4 freien Städten ... 

1815 - Der Deutsche Bund

Nach dem Wiener Kongress 1815 entstand der Deutsche Bund, ein lockerer Staatenbund aus 34 Staaten und 4 freien Städten unter der Führung von Österreich und Preußen, aber ohne zentralistische Macht. Diese Konfiguration ersetzte das alte Reich und schuf eine neue politische Landkarte Europas, wobei Preußen bedeutende Gebietsgewinne im Rheinland und anderen Regionen verzeichnen konnte und sein Einflussgebiet als Großmacht festigte. 

 Die Gründung des Deutschen Bundes

  • Zentrales Ergebnis: Der Deutsche Bund war die wichtigste Neuerung für die deutschen Staaten nach den Napoleonischen Kriegen.
  • Völkerrechtliche Grundlage: Die Deutsche Bundesakte, vom 8. Juni 1815:

    Die Deutsche Bundesakte war ein völkerrechtlicher Vertrag und das erste Bundes-"Verfassungsgesetz" über die Gründung des Deutschen Bundes. Sie wurde am 8. Juni 1815 während des Wiener Kongresses verabschiedet und am 10. Juni 1815 von den Bevollmächtigten von 39 Staaten unterzeichnet. Gemäß der Präambel der Bundesakte beschlossen "die souverainen Fürsten und freien Städte Deutschlands, […] von den Vorteilen überzeugt, welche aus ihrer festen und dauerhaften Verbindung für die Sicherheit und Unabhängigkeit Deutschlands, und die Ruhe und das Gleichgewicht Europas hervorgehen würden, […] sich zu einem beständigen Bunde zu vereinigen". In den Art. 53 bis 63 war sie ein offizieller Bestandteil der Wiener Kongress-Akte.

  • Struktur: Es war ein loser Staatenbund, der aus 34 deutschen Staaten und vier freien Städten bestand, deren Souveränität aber weitgehend erhalten blieb.
  • Zentraler Ort: Der Bundestag in Frankfurt war das einzige gemeinsame Organ, eine echte Zentralregierung existierte nicht.

Preußens Rolle

  • Territoriale Erweiterung: Preußen erwarb im Zuge des Kongresses beträchtliche Gebiete im Rheinland und aus dem Großherzogtum Warschau, was es als Großmacht etablierte.

Bedeutung der neuen Landkarte

  • Neugestaltung Europas: Der Wiener Kongress gestaltete die gesamte politische Landkarte Europas neu, was sich auf die Machtverhältnisse und Grenzen auswirkte.
  • Vormärz: Die Periode nach dem Kongress (1815-1848) wird als Vormärz bezeichnet und war geprägt von der Gründung des Deutschen Bundes und dem Ende des Wiener Kongresses.

1815 - 1848-  Der Vormärz: Erstarken der deutschen Nationalbewegung

Nach der Ermordung des antiliberalen (und antinationalen) Schriftstellers August von Kotzebue 1819 durch den Studenten Karl Ludwig Sand, ließ Metternich in den Karlsbader Beschlüssen die Burschenschaften und alle anderen politischen Vereinigungen an den Universitäten verbieten und führte eine umfassende Zensur ein. 

Zensur:

Werke von Schriftstellern wie Heinrich Heine, Georg Büchner und Hoffmann von Fallersleben wurden verboten.  

August Friedrich Ferdinand von Kotzebue (* 3. Mai 1761 in Weimar;[1] † 23. März 1819 in Mannheim) war ein deutscher Dramatiker, Librettist, Schriftsteller und Publizist. Als spätaufklärerischer Denker war er für eine aufgeklärte Restauration und kritisierte die deutsche Nationalbewegung polemisch. So wurde er zum Hassobjekt der nationalliberal gesinnten Studenten. Kotzebues Ermordung durch den Burschenschafter Karl Ludwig Sand war der Auslöser der Karlsbader Beschlüsse.

Klemens Wenzel Lothar von Metternich (vollständig Clemens Wenceslaus Nepomuk Lothar, Fürst, bis 1813 Graf von Metternich-Winneburg zu Beilstein; * 15. Mai 1773 in Koblenz; † 11. Juni 1859 in Wien) war ein österreichischer Diplomat, Politiker und Staatsmann. Ab 1813 stieg Metternich zu einem der führenden Politiker Europas auf und spielte auf dem Wiener Kongress nach dem Sturz Napoleons I. eine maßgebliche Rolle bei der politischen und territorialen Neuordnung des Kontinents im Sinne des Gleichgewichts der Mächte. Als politischer Ausgestalter der Heiligen Allianz der Monarchen Russlands, Österreichs und Preußens stand er in der Restaurations- und Biedermeierzeit für das monarchische Prinzip und bekämpfte die nationalen und liberalen Bewegungen besonders in Deutschland und Italien.

Die Karlsbader Beschlüsse waren das Resultat der Ministerialkonferenzen vom 6. bis 31. August 1819 im damals böhmischen Karlsbad, das zum Kaisertum Österreich gehörte. Vertreter der einflussreichsten Staaten des Deutschen Bunds beschlossen dort repressive Obrigkeitsmaßnahmen, die sich gegen die deutsche Nationalbewegung und gegen liberale Forderungen nach Verfassung richteten. Namentlich wurden die Burschenschaften verboten, die Freiheit der Lehre an den Universitäten und die Meinungsfreiheit beschränkt und eine allgemeine Zensur eingeführt (Demagogenverfolgung). Die Karlsbader Beschlüsse blieben bis zur Revolution von 1848 in Kraft. 

Die deutschen Nationalbewegung bleibt stark:

Letztlich konnte das System Metternichs aber nicht das weitere Erstarken der deutschen Nationalbewegung in der Zeit des sogenannten Vormärz verhindern.

1817 versammelten sich zahlreiche Studenten auf dem sogenannten Wartburgfest. 

Bestärkt durch die Julirevolution 1830 in Frankreich fand die Bewegung im Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832 mit 30.000 Teilnehmern einen neuen Höhepunkt.

Die Deutsche Wirtschaft im Vormärz

Wirtschaftlich wurde Deutschland durch den am 1. Januar 1834 gegründeten Deutschen Zollverein geeint. 

Die einsetzende Industrialisierung und der Bau der ersten Eisenbahnlinie 1835 von Nürnberg nach Fürth brachte einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich.

1848 - Die Deutsche Revolution: "Märzrevolution"

Die Februarrevolution 1848 in Frankreich führte in den deutschen Staaten wie in fast ganz Europa zur Märzrevolution von 1848

Österreich:

In Österreich kam es zu Straßenkämpfen in Wien und am 13. März zum Rücktritt Metternichs und seiner Flucht nach Großbritannien.

Kaiser Ferdinand erließ im April 1848 eine Verfassung und gewährte dem Volk eine bewaffnete Bürgerwehr.

Kaiser Ferdinand I. Karl Leopold Joseph Franz Marcellin, genannt: der Gütige, (* 19. April 1793 in Wien; † 29. Juni 1875 in Prag) war von 1835 bis 1848 Kaiser von Österreich und König von Böhmen und als Ferdinand V. seit 1830 auch König von Ungarn und Kroatien. Er war der zweite der vier österreichischen Kaiser aus dem Hause Habsburg-Lothringen. 

Ungarn, Italien und die slawischen Gebieten:  

In Ungarn, Italien und den slawischen Gebieten kam es zu nationalen Aufständen gegen Österreich, die aber von den Truppen des Kaisers niedergeschlagen wurden.

Preußen:

Ebenso kam es in Preußen in Berlin am 18. März 1848 nach einer Massenkundgebung vor dem Berliner Schloss zu Barrikadenkämpfen

Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. erließ auf Druck der Bevölkerung die Ausarbeitung einer Verfassung und gestand den Bürgern Versammlungs- und Pressefreiheit zu. 

Die Kleinstaaten:

Kleinere Staaten wie Baden und Sachsen und andere versuchten, Unruhen durch die Berufung liberaler und nationaler Regierungsmitglieder vorzubeugen. Dennoch wurden im weiteren Verlauf der Revolution bis 1849 gerade Sachsen und Baden zu Zentren radikaldemokratischer Aufstände. (vgl. Badische Revolution und Dresdner Maiaufstand)

1848 - Freie Wahlen: Die 1te Deutsche Nationalversammlung

Mit Billigung des Deutschen Bundes wurden am 31. März 1848 574 Männer zum Vorparlament in die Frankfurter Paulskirche entsandt. 

Das Vorparlament war eine Versammlung von 574 Männern, die 1848 die Wahl der Frankfurter Nationalversammlung vorbereiten sollte. 

Anfang Mai fanden in allen Staaten Wahlen zu einer Deutschen Nationalversammlung statt. Diese wurden jedoch nur in sechs Staaten wie vom Vorparlament beschlossen direkt gewählt. In allen anderen Staaten wurde ein indirektes Verfahren über Wahlmänner angewandt.

Im Parlament waren sowohl konservative Monarchisten als auch Liberale und Republikaner vertreten. Während Akademiker und das Bildungsbürgertum stark vertreten waren, hatten Arbeiter und Bauern im Parlament keine Vertreter, die direkt aus ihrem Stand kamen.

Exkurs: Ursprung der Deutschen Nationalfarben

Der Ursprung der deutschen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold liegt in den Befreiungskriegen (1813–1815) gegen Napoleon und der damit verbundenen Lützower Freikorps-Uniform (eine Freiwilligeneinheit des preußischen Heeres), welche schwarze Kleidung mit roten Vorstößen und goldfarbenen Messingknöpfen trug. Diese Farben wurden dann zu einem Symbol der deutschen Einheit und Freiheit, insbesondere durch die Burschenschaften und die Märzrevolution 1848, bevor sie 1848 als offizielle Farben des Deutschen Bundes und später im 20. Jahrhundert in den modernen deutschen Staaten übernommen wurden.

Die 1te Deutsche Zentralregierung 

Am 18. Mai kam es zur Bildung einer vorläufigen Zentralregierung unter Leitung des Österreichischen Erzherzogs Johann als sogenannter Reichsverweser. Die Regierung wurde von den deutschen Fürsten anerkannt, war wegen fehlender eigener Armee, Polizei oder Beamtenapparat aber weitgehend machtlos.

Aufgaben der Nationalversammlung:

Die Nationalversammlung musste unter anderem die Frage nach den Grenzen eines zukünftigen deutschen Nationalstaates beantworten. 

Weiter wurde erörtert, ob die Staatsform zentralistisch oder föderalistisch sein sollte und ob es ein allgemeines oder ein Zensuswahlrecht geben sollte.

- Ein föderalistischer Staat, auch Bundesstaat genannt, ist ein Staat, der in mehrere eigenständige Einheiten, die Gliedstaaten (wie die Bundesländer in Deutschland), gegliedert ist, welche über eigene Kompetenzen, Regierungen und Parlamente verfügen, aber unter einem gemeinsamen Dach zusammenarbeiten. Die politische Macht ist zwischen der nationalen Ebene (Bund) und den Gliedstaaten aufgeteilt, um eine zentrale Machtkonzentration zu verhindern und gleichzeitig die regionale Vielfalt zu fördern.

 - Unter Zensuswahlrecht versteht man ein Wahlsystem, das ein ungleiches Wahlrecht vorsieht. Wählen darf nur, wer gewisse Finanzmittel nachweisen kann. Der Nachweis erfolgt durch Steueraufkommen, Grundbesitz oder Vermögen. 

Die kleindeutsche Lösung: "...unter Preußen" - Otto von Bismarck

Favorisiert wurde zuerst die sogenannte großdeutsche Lösung, die einen deutschen Staat unter Einschluss Deutsch-Österreichs mit Böhmen vorsah. Da Österreich aber nur unter Einschluss des gesamten Gebiets des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn dazu bereit war, was wiederum der Idee eines deutschen Nationalstaates zuwiderlief, entschied man sich mehrheitlich für die kleindeutsche Lösung.

Die kleindeutsche Lösung war die Idee, einen deutschen Nationalstaat unter Ausschluss von Österreich zu schaffen, der von Preußen dominiert und mit dem Gebiet des deutschen Zollvereins identisch sein sollte. Dieser Ansatz wurde erstmals in der Revolution von 1848/49 verfolgt und setzte sich schließlich unter der Führung Otto von Bismarcks durch, was 1871 zur Gründung des Deutschen Reiches führte.  

1849  - Die 1te Reichsverfassung 

Am 28. März 1849 wurde eine Reichsverfassung, die sogenannte Paulskirchenverfassung, verabschiedet, die einen Bundesstaat mit zentraler Regierung unter Leitung eines erblichen Kaisertums und einem Reichstag als Legislative vorsah. 

Weiter wurde ein allgemeines Wahlrecht vereinbart. 

Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. lehnte die  Kaiserkrone ab   

Nachdem der preußische König Friedrich Wilhelm IV. am 2. April 1849 die ihm von der Nationalversammlung angebotene deutsche Kaiserkrone ablehnte, zogen Preußen und die meisten anderen Staaten ihre Abgeordneten aus Frankfurt zurück. 

Eine Minderheit der Abgeordneten widersetzte sich einer Abberufung und tagte als Rumpfparlament in Stuttgart weiter, dieses wurde aber am 18. Juni von preußischen Truppen aufgelöst.  

Kampf um die Verfassung: Preußen und Co. zerschlagen die "Nationale Bewegung"

Ein Aufstand der Nationalisten in Dresden im Mai zur Erzwingung der Annahme der Paulskirchenverfassung wurde von Preußen und Sachsen niedergeschlagen. 

In der bayerischen Pfalz und in Baden kam es ebenfalls zu Erhebungen einstigen  "Revolutionäre" und im Juni sogar zu provisorischen nationalen Regierungen, die aber von Preußen mit Hilfe der anderen deutschen Staaten niedergeschlagen wurden.

Die letzten Revolutionäre ergaben sich nach dreiwöchiger Belagerung am 23. Juli in Rastatt

Die 1te Reichsverfassung tritt nicht in Kraft 

Die 1te Reichsverfassung verabschiedet in der 1ten deutschen Nationalversammlung konnte, unter dem Widerstand Preußens und anderer deutschen Staaten, somit nie in Kraft treten. 

Zahlreiche in der Folge politisch Verfolgte wanderten vor allem nach Amerika aus (vgl. Forty-Eighters).

Reaktionszeit: ... "weg mit den revolutionären nationalen Ideen"

Während der Reaktionsära wurden die während der Revolution gemachte Zugeständnisse rückgängig gemacht. 

Ödterreich:

In Österreich errichtete Schwarzenberg ein neo-absolutistisches Regime. 

Preußen - und die meisten anderen deutschen Staaten:

Die meisten anderen deutschen Staaten wie Preußen hielten allerdings am konstitutionellen System fest. 

Ein konstitutionelles System ist eine Staatsform, in der die Macht der Staatsgewalt, insbesondere des Monarchen oder des Staatsoberhaupts, durch eine Verfassung (Konstitution) beschränkt ist. Dies bedeutet, dass die Rechte und Pflichten der Herrschenden und der Bürger in der Verfassung verankert sind, was auch zur Gewaltenteilung führt, um Machtmissbrauch vorzubeugen. Beispiele für konstitutionelle Systeme sind die konstitutionelle Monarchie, bei der ein Monarch existiert, dessen Macht aber durch eine Verfassung begrenzt ist, und die konstitutionelle Republik, bei der das Staatsoberhaupt ein gewähltes Amt ist.

Auch die Gewerbefreiheit blieb zumeist erhalten.

"Rolle rückwärts": ... zum Deutsche Bund

1850 wurde der Deutsche Bund (der während der Märzrevolution ausgesetzt war) wiedergegründet

Ihm schlossen sich nach dem Ende der Unionspläne auch Preußen und dessen Bundesgenossen an. 

Im restaurierten Bund hatten Preußen und Österreich eine paritätische Stellung und zusammen eine Führungsrolle inne. Innenpolitische war der Bund bei der Unterdrückung der Opposition zunächst erfolgreich.

1860 - Zulassung von politischen Zusammenschlüssen

Nach der Zulassung von politischen Zusammenschlüssen 1860 entstanden in Deutschland neue Parteien und Gewerkschaften. 

Entstehung der SPD:

Die erste deutsche Partei war 1861 die Deutsche Fortschrittspartei, und 1863 gründete Ferdinand Lassalle den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein. Diese neugebildete Partei vereinigte sich 1875 mit der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei unter Wilhelm Liebknecht zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands, die wiederum 1890 in die bis heute bestehende Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) umbenannt wurde.

Dualismus zwischen Österreich und Preußen 

Der Dualismus zwischen Österreich und Preußen, der durch die gemeinsame Gegnerschaft gegenüber nationalen und liberalen Forderungen in den Hintergrund geraten war, verschärfte sich, nachdem die Nationalversammlung in Frankfurt Preußen die Führungsrolle zugedacht hatte.

"Otto von Bismarck": Preußen "auf dem Weg zurück" zum Absolutismus

1859 begann der Preußische Verfassungskonflikt, der 1862 zur Ernennung von Otto von Bismarck zum preußischen Ministerpräsidenten und zu einer Stärkung des Königs gegenüber dem Parlament führte und damit schon die Regierungsform eines zukünftigen deutschen Staates festlegte.

"Otto von Bismarck": 

Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg (* 1. April 1815 in Schönhausen (Elbe); † 30. Juli 1898 in Friedrichsruh bei Aumühle)...

...war ein deutscher Politiker und Staatsmann. Von 1862 bis 1890 – mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1873 – war er Ministerpräsident in Preußen, von 1867 bis 1871 zugleich Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes. Von 1871 bis 1890 war er erster Reichskanzler des Deutschen Reiches, dessen Gründung er maßgeblich vorangetrieben hatte. Bismarck gilt als Vollender der deutschen Einigung und als Begründer des Sozialstaates der Moderne.

Ende des Deutschen Bundes: 

Die Einigungskriege 

1864 - Preußen und Österreich gegen Dänemark

1864 kam es zum Krieg Preußens und Österreichs gegen Dänemark. Auslöser war die Annexion Schleswigs durch Dänemark. Mit Zustimmung der europäischen Großmächte eroberten beide deutsche Staaten die Herzogtümer Holstein und Schleswig zurück.

Nach dem Krieg brach über die Frage der politischen Zukunft der beiden Herzogtümer, forciert durch Bismarck, die Rivalität wieder hervor. 

Die Bundesakte erlischt: Ende des Deutschen Bundes

Nach der Initiierung der Mobilmachung der übrigen deutschen Staaten gegen Preußen durch Österreich erklärte Bismarck die Bundesakte für erloschen und damit den Deutschen Bund.

1866 - folgenden Preußisch-Österreichischen Krieg

Den 1866 folgenden Preußisch-Österreichischen Krieg gegen Österreich und fast alle deutschen Staaten konnte Preußen durch seinen Sieg bei Königgrätz für sich entscheiden. 

Preußen annektierte Hannover, Nassau, Kurhessen, Schleswig-Holstein und die Freie Stadt Frankfurt.