Sterbas Panzerwels (Corydoras sterbai)

25.08.2025

Der Sterbas Panzerwels (Hoplisoma sterbai, Synonym: Corydoras sterbai), benannt nach dem Ichthyologen Günther Sterba, auch Orangeflossen-, Goldflossen- oder Gelbflossen-Panzerwels, ist eine in Brasilien, im Oberlauf des Rio Guaporé, beheimatete Panzerwelsart. ...

Der Sterbas Panzerwels (Corydoras sterbai), ist ein Süßwasserfisch aus der Familie der Panzer- und Schwielenwelse (Callichthyidae) und der Gattung Corydoras. 

Wegen seiner attraktiven Zeichnung wird er häufig als Zierfisch in Aquarien gehalten.

Merkmale

Der mit einer Gesamtlänge von acht Zentimetern recht große Panzerwels ist im Vergleich zu anderen Panzerwelsarten relativ hochrückig. 

Der Kopf und Rücken sind von hell- bis dunkelbrauner Grundfarbe und bedeckt mit gelblichen Punkten. 

Zur Schwanzflosse hin sind die Körperseiten braun und gelblich gestreift. 

Der Bauch ist weiß bis rosa gefärbt. 

Die von einigen Trivialnamen angedeutete Flossenfärbung bezieht sich auf den ersten Strahl der Brustflossen, der gelb bis kräftig orange ist.

Sein Mund ist von kurzen Bartelpaaren umgebe. 

Seine Augen sind relativ groß

Weibliche Exemplare werden etwas größer und wirken deutlich massiver. Weibchen werden ca. 1 cm länger und sind im vorderen Körperbereich deutlich breiter als die Männchen. Die Brustflossen der Männchen sind spitzer als die der Weibchen

Während der Laichzeit erfolgt alle fünf bis sieben Tage eine Paarung, bei der jeweils nur ein bis zwei stark klebende Eier an die Blattunterseiten großblättriger Wasserpflanzen angeheftet werden. 

Innerhalb einer Laichperiode produziert ein Weibchen etwa 30 Eier. 

Die Larven schlüpfen nach ungefähr vier Tagen.

Flossenformel: Dorsale 1/8, Anale 1/7, Pectorale 1/10, Ventrale 1/6.

© wikipedia 

Größe

Der Sterbas Panzerwels (Corydoras sterbai) wird maximal ca. 7-8 cm lang.

Maximales Alter

Der Sterbas Panzerwels (Corydoras sterbai) wird maximal ca. 7 Jahre alt.

Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Sterbas Panzerwelses ist Südamerika: Brasilien, im Oberlauf des Rio Guaporé (Pontes e Lacerda). Sein Habitat sind weichgründige Gewässerabschnitte.

Aquaristik-Info

Temperatur: 23° C - 28° C
pH-Wert: 6,0-7,5
Gesamthärte: 2°-15°
Wasserregion: unten
Aquarium: ab ca. 100 Liter
Schwierigkeitsgrad: auch für Anfänger geeignet (sehr robust, anpassungsfähig und leicht zu pflegen)

Fütterung:
abwechslungsreiche Nahrung: kleines Lebendfutter (Artemia, Mückenlarven), feines Frostfutter wie Cyclops, Welstabletten, Trockenfutter, Tubifex

Haltung:
Der Sterbas Panzerwels ist ein Darmatmer und nimmt auch Sauerstoff von der Wasseroberfläche auf. Er sollte daher freien Zugang zur Oberfläche haben. Die Luft über dem Wasser darf außerdem nicht zu kühl sein, damit sich die Fische nicht erkälten (Becken daher am besten abdecken). Er liebt sauerstoffreiches, klares Wasser, dass auch ein wenig Strömung aufweist.

Das Becken sollte gut bepflanzt (feinfiedrige Pflanzen, Hintergrundbepflanzung) sein, jedoch auch etwas freien Schwimmraum aufweisen. Wichtig ist ein dunkler, weicher, nicht scharfkantiger Bodengrund (feiner Sand ist optimal), da sich die Tiere sonst die Barteln verletzen können, wenn sie den Boden "durchkauen" und nach Nahrung suchen. Auch sollten unbedingt Versteckmöglichkeiten (Pflanzen, Moorkienwurzeln o.ä.) vorhanden sein. Dieser sehr gesellige Fisch sollte in Gruppen von mindestens 6-10 Tieren gehalten werden, er läßt sich auch gut mit kleinen Salmlerarten und anderen nicht zu großen und friedlichen Arten vergesellschaften.

Zucht:
Ein herabsetzen der Wassertemperatur um 2-3 Grad mit anschließender Erwärmung auf die ursprüngliche Temperatur, regelmäßiger Wasserwechsel mit weichem Wasser (Simulation der Regenzeit) und reichhaltige Fütterung fördert die Laichbereitschaft. Wir empfehlen pro Männchen 2 Weibchen. Bei der Paarung umschwimmt das Männchen intensiv zuckend das Weibchen.

Im eigentlichen Laichakt nimmt das Männchen die sog. "T-Stellung" ein: es stellt sich quer vor das Weibchen, klemmt dabei mit seinen Brustflossen die Barteln des Weibchens ein, was wahrscheinlich den Reiz zur Eiablage auslöst. Das Weibchen fängt die 2-4 Eier mit den Bauchflossen auf und das Männchen befruchtet sie dann. Das Weibchen klebt seine Eier danach an Pflanzen, Steinen oder den Beckenscheiben (Substratlaicher), vorher putzt es diese Stellen.

Das Ablaichen erfolgt alle 5-6 Tage während der Laichzeit (September-Anfang Dezember). Insgesamt produziert das Weibchen ca. 30 Eier während dieser Zeit. Nach dem Laichvorgang sollte man die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernen.

Der Schlupf der Fischlarven erfolgt bei 26°-27° C nach ca. 4-5 Tagen. Nach weiteren 2-3 Tagen ist der Dottersack aufgebraucht und die Jungfische können mit Artemia-Nauplien oder feinem Flockenfutter gefüttert werden. Diese Art stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität und die Zucht gelingt nur, wenn diese stimmt.

Nahrung

Der Sterbas Panzerwels (Corydoras sterbai) ist ein Allesfresser und ernährt sich in freier Natur vorwiegend von Algen, zerfallenen organischen Substanzen, Zooplankton, kleinen Krebstierchen und Pflanzenteilen.

 © https://www.fischlexikon.eu/fischlexikon/fische-suchen.php?fisch_id=0000000901