
Das Sommer-Schleierkraut (Gypsophila elegans)
Die Gipskräuter (Gypsophila) sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae). Der Trivialname "Gipskraut" rührt daher, dass manche Arten der Gattung auf Gipsgestein wachsen. ...
Wissenschaftliche Klassifikation
Art: Sommer-Schleierkraut (Gypsophila elegans)
Gattung: Gipskräuter
Familie: Nelkengewächse
Ordnung: Nelkenartige
Klasse: Zweikeimblättrige
Stamm: Gefäßpflanzen
Vegetative Merkmale
Bei Gipskraut-Arten handelt es sich um einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, seltener auch Halbsträucher.
Die gegenständig angeordneten Laubblätter sind oft fleischig, bläulich grün und linealisch bis lanzettlich.
Generative Merkmale
Die endständigen Blütenstände sind dichasiale Zymen, Schirmtrauben, Rispen oder selten Köpfchen, die viele Blüten enthalten.
- Wenn das weitere Wachstum der Mutterachse von zwei etwa gleich kräftigen Seitenachsen übernommen wird, spricht man von einem Dichasium.
- Tritt dieser Verzweigungsmodus in einem Blütenstand auf und endet die jeweilige Hauptachse mit einer Blüte, so spricht man von einer Zyme oder einem zymösen Blütenstand.
Die Tragblätter sind meist trockenhäutig, selten laubblattähnlich.
- Ein Tragblatt ist bei Pflanzen ein Blatt, das in seiner Blattachsel einen Seitenspross trägt.
Die meist zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.
Als Mitglieder der Unterfamilie der Caryophylloideae sind ihre Kelchblätter glocken- oder trichterförmig, selten zylindrisch, verwachsen. Der Kelch ist durch trockenhäutige und grüne Längsstreifen streifig und endet in fünf Kelchzähnen.
Die fünf meist weißen bis rosafarbenen, oft aber auch ein wenig rötlichen, (manchmal mit purpurfarbenen Adern) Kronblätter...
...sind länglich oder verkehrt eiförmig, ...
...an ihrer Basis mehr oder weniger gleichmäßig in den Nagel verschmälert...
...und an der Spitze gerundet oder ausgerandet.
Es sind zehn Staubblätter vorhanden.
Die einkammerigen Fruchtknoten sind kugelig oder eiförmig und enthalten viele Samenanlagen.
Es sind meist zwei, selten drei Griffel vorhanden.
Es ist kein Gynophor vorhanden.
- Als Gynophor (von griech. gynē, Genitiv gynaikos = Frau, griech. -phoros = -tragend) wird in der Botanik ein gestrecktes Internodium in der Blüte zwischen den männlichen Sexualorganen (Androeceum) und den weiblichen Sexualorganen (Gynoeceum) genannt.
- Ein gestrecktes Internodium in der Blüte bezeichnet einen verlängerten Stielabschnitt zwischen Blütenorganen, der als Gynophor bekannt ist, wenn er zwischen dem weiblichen und männlichen Fortpflanzungsapparat liegt,
Die Kapselfrüchte sind kugelig, eiförmig oder länglich und vierklappig.
Die Samen sind fast nierenförmig, abgeflacht und warzig.
Systematik und Verbreitung
Die Gattung Gypsophila wurde 1753 durch Carl von Linné aufgestellt.
Das Hauptverbreitungsgebiet der Gypsophila-Arten liegt im östlichen Mittelmeerraum vor. Einige Arten findet man aber auch in den gemäßigten Gebieten Eurasiens, in Nord- und Südamerika sowie Australien, teilweise mit Status von Neophyten.
Sommer-Schleierkraut (Gypsophila elegans M.Bieb.): Es kommt in der Ukraine, im Kaukasusraum, im Iran und in der Türkei vor.
Nutzung
Zwei Gipskraut-Arten (Gypsophila paniculata und Gypsophila elegans) verwendet man als Zierpflanzen für Steingärten.
Die unterirdischen Pflanzenteile verschiedener Gipskraut-Arten, beispielsweise Gypsophila struthium, enthalten (wie Saponaria officinalis) reichlich Saponine, die früher in Arzneimitteln sowie als Feinwaschmittel, speziell für Wolle, verwendet wurden.
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Pflege
Das Sommer-Schleierkraut gehört zu den Nelkengewächsen. Es handelt es sich um eine als Kraut wachsende Pflanze, die ein- oder zweijährig ist. Sie liebt volle Sonne, gedeiht am besten auf gut durchlässigem Boden und kann Winternässe nicht vertragen. Ihre kleinen Blüten wachsen in Büscheln, sind sternförmig und sehen bezaubernd aus.
Gießen:
Ursprünglich aus Osteuropa, bevorzugt Sommer-Schleierkraut gut durchlässige Böden und gedeiht in mäßig trockenen Umgebungen.
Es vereint Trockenheitstoleranz mit einem wöchentlichen Bewässerungsbedarf. Typischerweise im Freien angebaut, zieht Sommer-Schleierkraut Bestäuber an und profitiert von der natürlichen Feuchtigkeit durch Tau und Regen.
Düngen:
Sommer-Schleierkraut profitiert von einer ausgewogenen Düngung im frühen Frühling, um das Wachstum und die Blüte zu unterstützen. Monatliche Düngungen mit hohem Stickstoffgehalt während der vegetativen Phasen sind ideal, wobei auf eine ausgewogene Mischung für die Blüte umgeschaltet wird. Düngen Sie saisonal und verwenden Sie halbstarke Lösungen, um Wurzelbrand zu vermeiden und die Nährstoffaufnahme sicherzustellen.
Beschnitt: Das Beschneiden von Sommer-Schleierkraut im Frühjahr, von früh bis spät, fördert gesundes Wachstum und steigert die Blühfreudigkeit. Entfernen Sie abgestorbene Stängel, schneiden Sie ein Drittel zurück, um eine Verholzung zu verhindern, und verbessern Sie die Luftzirkulation. Ein Rückschnitt nach der Blüte stärkt die Vitalität für eine kräftige Darstellung in der nächsten Saison.
Vermehrung: Sommer-Schleierkraut lässt sich effektiv durch Aussaat im Frühling vermehren, wobei hohe Erfolgsraten durch aufkeimende Sämlinge angezeigt werden. Für die besten Ergebnisse ist ausreichend Platz und gut durchlässiger Boden erforderlich.
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