Schachbrett (Melanargia galathea)

05.08.2025

Das Schachbrett oder auch Damenbrett (Melanargia galathea) ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Unterfamilie der Augenfalter innerhalb der Familie der Edelfalter (Nymphalidae). ...   

Das Schachbrett ist eine sehr weit verbreitete und variable Art und bildete eine Anzahl örtlicher Formen aus.

Der Falter war Schmetterling des Jahres 2019.

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 37 bis 52 Millimetern.

Es gibt Exemplare, deren Flügelunterseite fast rein weiß gefärbt ist. Ebenso existieren auch (etwa im Friaul) sehr dunkle Formen.

Die Tiere kommen vom Norden Spaniens über Mitteleuropa und Italien bis nach Osteuropa vor. Man findet sie auch in Nordafrika.

Die geschlechtsreife Insekten sitzen oft auf Flockenblumen (Centaurea), Skabiosen (Scabiosa), Kratzdisteln (Cirsium) und Ringdisteln (Carduus) und saugen Nektar.

In der Abenddämmerung sucht M. galathea hohe Gräser auf, um dort kopfüber zu übernachten.

Die Falter fliegen in einer Generation in Abhängigkeit von der Höhenlage und den klimatischen Bedingungen von Anfang Juni bis Ende August.

Männliche Falter haben keine Beobachtungsposten, sondern fliegen auf der Suche nach frisch geschlüpften Weibchen umher.

Die Weibchen lassen ihre glatten, weißlichen, runden Eier auf Grashalmen oder anderen Pflanzen sitzend ungezielt auf den Boden fallen. Die Eier sind deutlich größer als die verwandter Arten, da die jungen Raupen mehr Energie benötigen, um nach dem Schlupf ohne Nahrungsaufnahme zu überwintern.

Die Raupen schlüpfen noch im Juli/August und überwintern. Da sie nachtaktiv sind, findet man sie nach der Überwinterung nachts von März bis in den Mai/Juni...

...sie werden etwa 28 Millimeter lang und sind entweder grün oder gelb- bis graubraun gefärbt. Ihr Kopf ist aber immer hellbraun. Am Rücken tragen sie eine dunkle Längslinie, an den Seiten einen nach oben hellen, nach unten dunklen Seitenstreifen. Das Hinterleibsende läuft in zwei Zipfeln aus, die auf der Oberseite rötlich gefärbt sind. Der Körper der Tiere ist kurz behaart.

Die Raupen sind nachtaktiv und fressen an verschiedenen Gräsern.

Ist die Raupe erwachsen, beginnt sie mit der Verpuppung indem sie sich zum letzten Mal häutet. Die Puppe (als lockeres Gespinst auf dem Boden liegend) ist weißlich oder gelblich bis ockerbraun gefärbt.

In der Puppe findet die Metamorphose zum Schmetterling statt.

Die Puppenphase (sog. Puppenruhe) beträgt meist zwei bis vier Wochen.

Manche Arten überwintern aber auch als Puppe. Hier entwickeln sich die Falter schon vor dem Winter, schlüpfen aber erst im Frühling.

Manchmal ruhen die Falter in den Puppen länger als einen Winter. So können z. B. die Frühlings-Wollafter (Eriogaster lanestris) bis zu sieben Jahre in ihrer Puppe verharren, bevor sie schlüpfen.

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