Koreanischer Garten

16.09.2025

Der Oberbürgermeister von Seoul hatte im September 2003 Berlin besucht und beide Bürgermeister sprachen sich für den Bau eines Koreanischen Gartens im Rahmen des Projekts "Gärten der Welt" aus. ,,,  

Koreanische Handwerker haben den Garten im Jahr 2005 in Marzahn-Hellersdorf gebaut und dabei überwiegend originale Bauelemente aus Korea für den Pavillon, die Mauern und die Kunstwerke benutzt. 

Die Stadtverwaltung von Seoul entwickelte das Projekt und Geschenk der Stadt Seoul an Berlin anlässlich der Asien-Pazifik-Wochen 2005. 

Der Seouler Garten wurde in der traditionellen koreanischen Gartenkultur als abwechslungsreiche naturnahe Landschaft mit vier von Mauern eingefassten Höfen (Ma-Dang), reichem Figurenschmuck und einem Pavillon am Wasser (Kye Zeong) gestaltet. 

Die Elemente des Gartens sind die reale Naturlandschaft Koreas mit Felslandschaft, Kiefern, Bambus, Eichen und Fächer-Ahorn. 

Die Höfe sind mit gestalteten Toren umgeben. 

Der auf Felsen gebaute Pavillon steht unmittelbar am Wasser und besitzt für Korea typische Wohnräume. 

Abstrakte Figuren (Zang Sung und Buk Su) an Wegen und vor den Mauern der Höfe gehen auf das schamanische Weltbild zurück. 

Die hohen Masten mit abstrahierten Vögeln an der Spitze symbolisieren den schamanistischen Geistermast (Sot Dä), sie tragen die Gebete zu den Geistern in den oberen Welten.

  • Größe: 4000 m²
  • Eröffnung: 31. März 2006

Gleichgewicht 

Die Gestaltung des Koreanischen Gartens wurde von drei verschiedenen Gedankengebäuden beeinflusst: dem Buddhismus, den Lehren des Konfuzius und dem volkstümlichen schamanischen Glauben. Letzterer lehrt uns das Gleichgewicht männlicher und weiblicher Kräfte in der Natur. Nur gemeinsam können die männliche Figur ("Ritter des Himmels") und die weibliche Figur ("Ritterin der Erde") ihre ganze Kraft als Schutzgeist entfalten. Du findest die Paare jeweils am Eingang und am Ausgang des Dorfes.

Tradition

Der Koreanische Garten ist authentische Gartenkunst in koreanischer Tradition. Besonderheiten des Gartens sind die abstrakten Holzfiguren und Totempfähle, die auf die teils schamanisch geprägte Kultur Koreas verweisen. Von ihnen erbitten sich die Koreaner*innen Schutz und Hilfe.

Natur

Die abwechslungsreich gestaltete Landschaft ist ein authentisches Abbild der koreanischen Natur. Umgeben von Felslandschaften finden sich die für Korea typischen Baumarten Kiefer, Bambus, Eiche und Fächerahorn. Daneben laden dich vier Höfe mit aufwendig gestalteten Toren und Mauerwerken zum Verweilen ein. Das zentrale Bauwerk der Anlage ist der auf Felsen gebaute "Kye Zeong" (Pavillon am Wasser), der, wie sein Name schon verrät, unmittelbar am Wasser steht. Darin findest du einige für Korea typische Wohnräume.

© Beate Reuber© Beate Reuber

Koreanischer Schamanismus

Die verschiedenen Holzfiguren und Totempfähle sind Zeugnisse der am Schamanismus orientierten koreanischen Kultur.

An die als "Zang Sung" bezeichneten Totempfähle und großen Holzfiguren werden die Wünsche der Menschen adressiert, die kleineren Figuren sollen vor Naturkatastrophen wie Feuer oder Hochwasser und Epidemien schützen. Sie werden "Buk Su" genannt.

Eine besondere Rolle in der Kommunikation mit den Geistern kommt den Vögeln zu: Die so genannten "Sot Dä" sitzen an der Spitze der schamanischen Geistermaste und sollen als Boten die Gebete der Menschen zu den Geistern in den oberen Welten tragen.


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