Kleine Kapuzinerkresse (Tropaeolum minus L.)

09.09.2025

Die Kapuzinerkressen (Tropaeolum) sind die einzige Pflanzengattung der Familie der Kapuzinerkressengewächse (Tropaeolaceae) innerhalb der Ordnung der Kreuzblütlerartigen (Brassicales).  

Beschreibung

Es handelt sich um kletternde bis kriechende, saftige, ein- bis mehrjährige krautige Pflanzen. 

Die Stängel sind niederliegend oder kletternd. 

Kletternde Arten besitzen berührungsempfindliche, windende Blattstiele. 

Die meist wechselständigen, manchmal im unteren Bereich gegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreite ist rundlich, schildförmig.

Generative Merkmale

Die meist einzeln in den Blattachseln stehenden Blüten sind auffällig gefärbt, meist groß, zwittrig, zygomorph und gespornt. 

Der Blütenkelch besteht aus fünf Kelchblättern, von denen drei miteinander verwachsene einen langen Nektarsporn bilden. 

Die Blütenkrone besteht aus fünf freien, meist genagelten Kronblättern, wobei die beiden oberen kleiner als die unteren sind. 

- Genagelte Kronblätter" beschreibt Kronblätter, die eine deutliche, stielartige Verschmälerung an der Basis haben, die als Nagel bezeichnet wird, während das obere Ende, die Platte, breiter und flächiger ist.

Pro Blüte gibt es acht freie, fertile Staubblätter. 

Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Der Griffel endet in einer dreilappigen Narbe oder mit drei Narben. 

Die Bestäubung erfolgt meist durch Insekten (Entomophilie).

Es werden Spaltfrüchte gebildet, die in je drei Nüsschen oder Steinfrüchte zerfallen. 

Der Embryo ist gerade mit dicken, fleischigen Keimblättern (Kotyledonen).

- Der Embryo oder Keimling ist bei Pflanzen der sich aus der befruchteten Eizelle (Zygote) entwickelnde Keim, der in seiner Entwicklungsphase noch von der Mutterpflanze ernährt wird.

Die Benetzbarkeit der Blattoberfläche ist gering. Wasser perlt in Tropfen ab, wie es auch bei Lotosblumen beobachtet werden kann, und nimmt dabei auf der Oberfläche anhaftende Schmutzpartikel mit (Lotuseffekt).

Verbreitung

Ursprünglich sind sie in Südamerika und Mittelamerika heimisch, dort vor allem im Gebirge von Mexiko bis Mittelchile und Argentinien. Als Zierpflanze sind manche Arten heute weltweit in gemäßigter Zone verbreitet.

Etymologie

Der Namensanteil Kapuziner stammt von der Form der Blüten, die den Kapuzen von Mönchskutten ähneln.

Der Gattungsname Tropaeolum leitet sich vom griechischen Begriff Tropaion ab, der ein antikes Siegessymbol bezeichnete, ein Gerüst, das mit Waffen besiegter Gegner behängt war. Carl von Linné erinnerten die Form der Blätter an einen Schild und die Blüten an einen Helm.

Systematik

Die frühere Gattung Magallana Cav., die in Patagonien heimisch und nach Magellan benannt ist, und die Gattung Trophaeastrum Sparre werden heute in die Gattung Tropaeolum eingegliedert. Die Familie besteht dann heute nur aus der Gattung Tropaeolum mit etwa 90 Arten (Auswahl):

  • hier: Kleine Kapuzinerkresse (Tropaeolum minus L.); Heimat: Ecuador, Peru


Pflege

Tipp:

Regelmäßiges Gießen im Sommer ist besonders wichtig. Morgens oder abends ist der beste Zeitpunkt dafür. Außerdem sollte langsam gegossen werden und nach Möglichkeit nicht über Blüten und Blätter.

Achten Sie darauf, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann, Staunässe sollte unbedingt vermieden werden.

Verblühtes und gelbe Blätter müssen regelmäßig ausgezupft, alte Zweige rausgeschnitten werden. Damit fördert man den Ansatz neuer Blüten.


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