
etwa von 2200 bis 800 v. Chr. - Bronzezeit
Nach 2200 v. Chr. befand sich das heutige Deutschland in der Bronzezeit, die in Mitteleuropa etwa von 2200 bis 800 v. Chr. dauerte ...
Besiedelung
Nach 2200 v. Chr. befand sich das heutige Deutschland in der Bronzezeit, die in Mitteleuropa etwa von 2200 bis 800 v. Chr. dauerte und sich in die frühe, mittlere und späte Bronzezeit unterteilt
In der Bronzezeit existierten im heutigen Deutschland keine einheitlichen "Völker", sondern es gab verschiedene bronzezeitliche Kulturen wie die der Großsteingräberbauern, der Schnurkeramiker und die Lausitzer Kultur in Ostdeutschland.
Im frühen 1. Jahrtausend v. Chr. entstanden in Süddeutschland und im Elsass die Grundlagen der späteren keltischen Kulturen, während sich in Norddeutschland und Dänemark die Vorläufer der germanischen Stämme formierten. Kulturen und Regionen:
Norddeutschland und Skandinavien:
Vorläufer der germanischen Stämme: Hier siedelten Großsteingräberbauern, Streitaxtleute und Schnurkeramiker, die sich in der Bronzezeit weiterentwickelten.
Ostdeutschland:
Die Lausitzer Kultur ist hier prägend und wird den Illyrern zugeordnet.
Süddeutschland:
Vorläufer der keltischen Kulturen: In dieser Region entwickelte sich die Grundlage für die späteren keltischen Kulturen.
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Entwicklung gegen Ende der Bronzezeit:
Keltische Kulturen:
Die Anfänge der keltischen Kultur sind in Süddeutschland und dem Elsass zu finden, etwa ab dem späten ersten Jahrtausend v. Chr.
Germanische Stämme:
In der späten Bronzezeit bildeten sich in Südschweden, Dänemark und Norddeutschland die Vorläufer der germanischen Völker, die zu dieser Zeit zwischen der Ems im Westen und der Oder im Osten siedelten.
Bedeutung für spätere Entwicklungen:
Germanische Völker:
Die während der späten Bronzezeit in der Region des heutigen Norddeutschlands und Skandinaviens lebenden Gruppen gelten als die Ur-Germanen.
Keltische Kultur:
Aus den bronzezeitlichen Wurzeln in Süddeutschland entwickelten sich später die bekannten keltischen Kulturen der Eisenzeit.
Werkstoff Bronze
In dieser Epoche wurde Bronze, eine Legierung aus Kupfer und Zinn, erstmals als Werkstoff und zur Herstellung von Werkzeugen und Waffen verwendet, was einen großen technologischen Sprung darstellte. Die Bronzezeit im Detail:
- Beginn: Die Bronzezeit folgte auf die Jungsteinzeit und begann in Mitteleuropa etwa um 2200 v. Chr.
- Technologie: Die Menschen lernten, Bronze zu schmelzen und zu verarbeiten, was zu neuen und leistungsfähigeren Werkzeugen, Waffen, Schmuck und anderen Gegenständen führte.
- Gesellschaftliche Veränderungen: Die Herstellung und der Handel mit Metallen führten zu komplexeren Gesellschaftsstrukturen und der Entstehung von frühen Handwerkern und Händlern.
- Kulturelle Entwicklungen: Es entstanden neue Bestattungsformen, und es gibt Hinweise auf eine verbesserte Organisation und Handelspartner, was die Vernetzung in der Region zeigte.
- Nachfolgende Epoche: Auf die Bronzezeit folgte die Eisenzeit.
Kriege in der Bronzezeit
Kriege fanden in der Bronzezeit im heutigen Deutschland statt, wie das Fundstück einer Schlachtszene im Tollensetal bei Neubrandenburg beweist, das als Europas ältestes Schlachtfeld gilt und bis zu 4.000 beteiligte Personen umfasste.
Archäologische Funde, darunter Waffen aus Bronze, belegen die Existenz bewaffneter Auseinandersetzungen während dieser Epoche.
Belege für Kriege in der Bronzezeit
- Das Tollensetal: An der Tollense bei Neubrandenburg wurde ein umfangreiches Schlachtfeld aus der Zeit um 1300 v. Chr. entdeckt. Dies ist das älteste bekannte Schlachtfeld Europas und belegt Kämpfe mit einer großen Anzahl von Menschen.
- Waffen aus Bronze: Die Bronzezeit ist nach der Entdeckung und Verwendung der Bronze als Werkstoff benannt, aus dem Waffen, Gerätschaften und Schmuck gefertigt wurden. Die Herstellung dieser Waffen setzte sich durch, und es ist anzunehmen, dass diese auch in Konflikten eingesetzt wurden.
- Archäologische Funde: Neben dem Schlachtfeld im Tollensetal finden sich weitere archäologische Spuren, die auf bewaffnete Konflikte und eine militärisch organisierte Gesellschaft in der Bronzezeit hindeuten.
Bedeutung von Kriegen in der Bronzezeit
- Entwicklung der Gesellschaft: Kriege können zur Bildung von Machtstrukturen und zur Festigung der sozialen Ordnung beitragen.
- Technische Entwicklung: Der Bedarf an effektiveren Waffen führte zur Weiterentwicklung der Bronzetechnologie und zu Innovationen im Waffendesign.
- Handel und Rohstoffe: Die Suche nach Rohstoffen für die Bronzeherstellung (Kupfer und Zinn) könnte ebenfalls als Konfliktursache und als treibende Kraft hinter den Handelsnetzwerken gedient haben.
