Erdfresser (Geophagus)

13.08.2025

Geophagus (hier vermutlich Geophagus altifrons) eine Buntbarschgattung aus dem nördlichen und mittleren Südamerika. ... 

Die Fische kommen vor allem in fließenden Gewässern vor. Ihr Name setzt sich aus dem griechischen "geos" (= Erde) und "phagein" (= fressen) zusammen, bedeutet also Erdfresser und nimmt Bezug auf die Art der Nahrungsaufnahme der Fische, die für gewöhnlich Sand oder Schlamm vom Bodengrund aufnehmen, die essbaren Bestandteile mit Hilfe der Kiemenreuse ausfiltern und die ungenießbaren Teile durch die Kiemenspalten wieder ausstoßen. 

Merkmale

Geophagus-Arten sind kleine bis mittelgroße Buntbarsche und werden 8 bis maximal 27 Zentimeter lang. 

Der Körper ist mäßig gestreckt, hochrückig und seitlich abgeflacht, der Kopf mehr oder weniger zugespitzt mit einer steil ansteigenden Stirnlinie. 

Der Schwanzstiel ist niedrig, die Schwanzflosse stark beschuppt. Ein Schwanzwurzelfleck fehlt. Die Körperseiten zeigen bei den verschiedenen Arten einen mehr oder weniger ausgeprägten Seitenfleck. 

Männchen sind im Alter meist etwas größer als die Weibchen und entwickeln deutlich verlängerte Bauchflossen. 

Fortpflanzung

Geophagus-Arten zeigen eine Vielfalt von Fortpflanzungsmethoden. Die meisten Arten sind Maulbrüter, einige (Geophagus abalios, G. altifrons, G. neambi, G. parnaibae und G. proximus) sind ovophile Maulbrüter,[2][3] d. h., sie nehmen nur die Eier ins Maul, andere, die larvophilen Maulbrüter, nehmen auch die Fischlarven ins Maul. Geophagus argyrostictus, G. taeniopareius und die Vertreter der "Geophagus"-brasiliensis-Artengruppe sind dagegen Offenbrüter.

Systematik

Die Gattung Geophagus wurde 1840 durch den österreichischen Zoologen und Ichthyologen Johann Jakob Heckel beschrieben. 

Arten

Die Datenbank FishBase listet gegenwärtig 31 Arten. Daneben gibt es einige bisher noch unbeschriebene Arten.

© wikipedia     

Haltung im Aquarium

Herkunft: Flüsse Mittel- und Südamerikas 

Größe: Körperlänge in der Natur bis 27 cm, im Aquarium Männchen bis 18 cm, Weibchen bis 16 cm 

Aquarium

Länge: Länge ab 150 cm Breite
Inhalt: ab 450 Liter
Temperatur: 28°- 30° C
Futter: omnivor, Frost- und Lebendfutter, Granulat, Flocken, Mückenlarven, Artemia, ausschließlich feine Bröckchen
Verhalten: Gruppenhaltung oder Haremshaltung, revierbildend, friedlich
Anzahl: 4 bis 6 Tiere

Bodengrund und Einrichtung:

Ein feiner Sandboden (oder feiner abgrundeter Kies?) ist Pflicht, damit das Erdfresser-Verhalten ohne Verletzungsrisiko ausgeübt werden kann. Als Dekoration eignen sich Wurzeln, glatte Steine und robuste Pflanzen wie Javafarn oder Anubias. Pflanzen werden meist in Ruhe gelassen, allerdings kann durch das Wühlen der Bodengrund stark aufgewühlt werden – gut verwurzelte oder aufgebundene Pflanzen sind ideal.

Vergesellschaftung:

Geeignete Mitbewohner sind:

  • Andere friedliche südamerikanische Cichliden (z. B. Uaru, Mesonauta)
  • Salmler (z. B. Rotkopfsalmler, Roter Neon)
  • Panzerwelse
  • Harnischwelse

© https://www.drta-archiv.de/rotkopferdfresser

© https://www.einrichtungsbeispiele.de/zierfische/suedamerika/geophagus-altifrons-slnk.html