Die Gewöhnliche Mahonie (Mahonia aquifolium)

02.09.2025

Die Gewöhnliche Mahonie oder Stechdornblättrige Mahonie (Mahonia aquifolium) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Mahonien (Mahonia) innerhalb der Familie der Berberitzengewächse (Berberidaceae).  ...

Sie kommt ursprünglich aus dem westlichen Nordamerika und ist beispielsweise in Europa ein Neophyt. Sie wird als Ziergehölz in Parks und Gärten verwendet.

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die Gewöhnliche Mahonie wächst als selbstständig aufrechter, vielstämmiger und unbewehrter, immergrüner Strauch und erreicht Wuchshöhen bis über 2,5 Meter.

Die wechselständigen, bis 30 Zentimeter langen und gestielten Laubblätter sind unpaarig gefiedert. 

- In der Botanik beschreibt "unpaarig gefiedert" (oder imparipinnat) ein zusammengesetztes Blatt, bei dem die einzelnen Fiederblättchen an einer Mittelachse (Rhachis) sitzen und am Ende der Achse ein einzelnes Endblättchen vorhanden ist, was zu einer ungeraden Gesamtzahl der Blättchen führt.

Paarig gefiedert: Im Gegensatz dazu fehlt bei einem paarig gefiederten Blatt das Endblättchen. 

Die sitzenden, außer das Endblättchen ist gestielt, steifledrigen, bis zu 9 eiförmigen bis elliptischen, spitzen bis stumpfen, stachelspitzigen Blättchen sind bis 8,5 Zentimeter lang. Die Blättchenoberseite ist glänzend dunkelgrün und die Unterseite ist heller gefärbt. Der Blattrand ist zum Teil stark gewellt und jederseits mit 10 bis 20 Stachelzähnen besetzt. Die Laubblätter sind im Winter manchmal tief bronze-rot bis rot-purpur gefärbt.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von März bis Juni. 

Die endständigen, aufrechten, dichten, bis zu 9 Zentimeter langen und vielblütigen traubigen Blütenstände stehen zu dritt bis viert zusammen.

Die duftenden, kleinen, zwittrigen und kurz gestielten Blüten sind dreizählig, gelb und manchmal rot überlaufen. Es sind 9 Kelchblätter vorhanden. Die sechs, zweispitzigen Kronblätter sind goldgelb. Die kurzen Staubfäden besitzen oben seitlich zwei Zähnchen. Die Narbe ist sitzend.

- Die Narbe oder das Stigma ist der obere Abschnitt des Stempels des Fruchtblattes einer Blüte.

- Das Fruchtblatt (oder Karpell) ist das weibliche Blattorgan der Blüte, das die Samenanlagen trägt. Wenn die Fruchtblätter verwachsen sind, bilden sie den Stempel.

Der Begriff "Fruchtblatt" sollte nur bei Bedecktsamern verwendet werden. Während bei den Nacktsamern die Samenanlagen frei und direkt zugänglich auf der Oberfläche der Megasporophylle liegen, sind sie bei den Bedecktsamern geschützt in einem durch Faltung und Verwachsung der Fruchtblattränder entstandenen Hohlraum eingeschlossen.

- Bei heterosporen Pflanzen, die Mikro- und Megasporen bilden, werden (männliche) Mikrosporophylle und (weibliche) Megasporophylle unterschieden. Bei den Bedecktsamern werden die Staubblätter als Mikrosporophylle, die Fruchtblätter als Megasporophylle gedeutet.  

Die Früchte reifen ab August. 

Die bei Reife blau-schwarzen, bläulich "bereiften" Beeren mit Narberesten sind bis 1,2 Zentimeter groß, kugelig bis ellipsoid oder eiförmig bis verkehrt-eiförmig und enthalten zwei bis fünf Samen. Die Samen sind rotbraun. Die Beeren sind essbar und schmecken stark sauer; sie haben einen dunkelroten Saft.