Die Bittere Schleifenblume (Iberis amara)

10.09.2025

Die Bittere Schleifenblume (Iberis amara), auch als Bitterer Bauernsenf bezeichnet, ist eine Pflanzenart, die zur Gattung der Schleifenblumen (Iberis) innerhalb der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) gehört. ... 

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die Bittere Schleifenblume ist in der Regel eine ein-, seltener zweijährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 40 Zentimetern. Der aufrechte Stängel ist meist verzweigt, kantig und ist besonders auf den Kanten von rückwärts gerichteten Trichomen (Haaren) rau flaumig bis kurzzottig behaart.

Die Blattspreite der Laubblätter ist keilförmig; bei den unteren oft spatelförmig und in einen längeren Stiel verschmälert. Am Rand besitzen sie zwei bis vier entfernt stumpfliche Zähne; selten sind sie ganzrandig.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. 

Der Blütenstand ist anfangs doldentraubig, später verlängert und locker. Die Blütenstiele sind lang und abstehend.

Die duftenden Blüten sind vierzählig. Die ungleich großen weißen, selten blassvioletten Kronblätter sind 3 bis 10 Millimeter lang. Beim Abblühen färben sich die Staubbeutel intensiv violett. Die polsterförmigen Nektardrüsen am Grund der seitlichen Staubblätter sind ziemlich groß.

Der Fruchtstiel ist abstehend. 

Die Schötchen sind bei einer Länge von 4 bis 7 Millimetern sowie einer Breite von 4 bis 6 Millimetern fast kreisrund. Die Schötchen sind unterseits konvex, oberseits durch die etwas eingebogenen Flügel konkav. 

Die braunen Samen sind halb-eiförmig und am Grunde etwas flügelrandig.

Vorkommen

Die Bittere Schleifenblume ist ein west- und südeuropäisches Florenelement und es hat im westlichen Mitteleuropa ihre Ostgrenze. 

Taxonomie

Der wissenschaftliche Name Iberis amara wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, S. 649 erstveröffentlicht. 

Das Artepitheton amara ist vom lateinischen Wort amarus für "bitter" abgeleitet und weist auf ihre stark bitter schmeckenden Inhaltsstoffe hin.

Nutzung

Großblütige Sorten der Bitteren Schleifenblume werden – neben anderen Arten der Gattung Iberis – gelegentlich als Zierpflanze in Parks und Gärten verwendet.

Pflege

Die Bittere Schleifenblume (Iberis amara) ist eine anspruchslose, meist einjährige Pflanze, die einen sonnigen Standort, einen gut durchlässigen, sandig-kiesigen Boden und wenig Wasser sowie Nährstoffe benötigt. Sie ist sehr trockenheitstolerant und sollte nicht gegossen oder gedüngt werden, es sei denn, es herrschen extreme Bedingungen. Die Pflanze ist pflegeleicht, sät sich selbst aus und kann als Bodendecker oder in Steingärten verwendet werden.

 Standort und Boden:

  • Standort: Wählen Sie einen sonnigen bis leicht schattigen Platz für die Bittere Schleifenblume.
  • Boden: Die Pflanze bevorzugt einen trockenen, nährstoffarmen und gut durchlässigen Boden.

Wasser und Nährstoffe:

  • Gießen: Die Bittere Schleifenblume ist sehr trockenheitstolerant und verträgt Staunässe nicht. Gießen Sie sie nur sparsam, beispielsweise während extremer Trockenperioden.
  • Düngen: Düngen ist in der Regel nicht notwendig.

Aussaat und Pflege:

  • Aussaat: Die Bittere Schleifenblume sät sich durch Selbstaussaat von selbst aus und erhält sich so oft selbst.
  • Pflege: Es gibt keinen speziellen Rückschnitt oder andere aufwendige Pflegemaßnahmen, die für die Bittere Schleifenblume nötig sind.

Verwendung:

  • Sie eignet sich als Bodendecker, in Steingärten oder für gemischte Pflanzungen.
  • Sie bietet Nahrung für Bienen, Hummeln und Schwebfliegen und ist wichtig für die Raupen des Kartweißlings.


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