
Die Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis)
Die Acker-Hundskamille (Anthemis arvensis) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). ...
Beschreibung
Die Acker-Hundskamille wächst als ein- bis zweijährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 10 und 50 Zentimeter erreicht.
Sie besitzt verzweigte, ausgebreitete oder aufrechte Stängel.
Die wechselständigen Laubblätter sind mehrfach gefiedert und verströmen beim Zerreiben keinen charakteristischen Duft.
Die Blütezeit reicht in Deutschland sowie Österreich von Juni bis September.
Der körbchenförmige Blütenstand weist einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimeter auf. Der Körbchenboden ist im Gegensatz zur Echten Kamille (Matricaria recutita) innen markig gefüllt. Die Hüllblätter sind oben ganzrandig oder etwas gezähnt. Der Blütenkorb enthält weiße Zungen- und gelbe Röhrenblüten.
Ökologie
Die Acker-Hundskamille ist ein Ackerwildkraut, ein Archäophyt, ein Kulturbegleiter und ein Versauerungszeiger.
- Als Archäophyten (griechisch ἀρχαῖος archaíos, deutsch 'alt', und φυτόν phytón, deutsch 'Pflanze') bezeichnet man Pflanzenarten, die in einem bestimmten Gebiet nicht alteinheimisch (oder mit dem Fachbegriff: indigen) sind, sondern die dorthin vor langer Zeit vom Menschen eingeschleppt wurden: Als Schlüsseldatum zur Definition der Archäophyten wird die Zeit um 1500, oft spezifisch das Jahr 1492 verwendet, als Christoph Kolumbus Amerika erreichte, das heißt, nur die Pflanzen sind Archäophyten, die jeweils schon vor 1492 eingewandert waren.[1]Grund dafür ist, dass mit der danach angestiegenen Fernreisetätigkeit im Zeitalter des Kolonialismus die weltweiten Warentransporte so stark zugenommen haben, dass die Zahl der eingeschleppten Pflanzenarten danach in kurzer Zeit steil anstieg.
Im Gegensatz dazu bezeichnet man nicht indigene Pflanzenarten, die nach 1492 eingeführt wurden, als Neophyten.
Es liegen Insektenbestäubung und Selbstbestäubung vor.
Die Acker-Hundskamille zeigt Verschiedenfrüchtigkeit, d. h. die Randblüten der Körbchen sind mit etwa 1 mg doppelt so schwer wie die zentralen Früchte. Die Früchte unterliegen als Klebhafter der Tierausbreitung, da ihre Höcker auf der Oberfläche einen Schleim absondern; außerdem erfolgt Menschenausbreitung mit Ackererde.
Vorkommen
Als Standorte werden Äcker, Brachflächen und Wegränder, besonders auf kalkfreien, sauren Böden bevorzugt. Die Acker-Hundskamille ist überregional eine Art der Secalietea-Klasse; sie kommt oft in Gesellschaften des Verbands Aperion spicae-venti vor. Diese Pflanzenart ist in ganz Europa häufig.
Trivialnamen
Für diese Art sind oder wurden, zum Teil nur regional, auch folgende weitere Trivialnamen verwendet: Butterblumen, Crotuntille (althochdeutsch), Dickkopp (Altmark), Härnelchen, Heangskrokt (Siebenbürgen), wilder Hermel (Schlesien), Hermeln, Hernlein, Hosennabelo (althochdeutsch), Hundsblume (Eifel Dreis), Hundschamille (Eifel), Hundsdille (mittelniederdeutsch), Hunenblomen (Münsterland), Hundskamellen (Unterweser), Kröttenkraut, Kühaugen, Kühdille (Schlesien), Lauchkolb (mittelhochdeutsch), Ochsinnabe (mittelniederdeutsch), Ochsinsnabel (althochdeutsch), Ochsnals, Rindsauge und Rotonabel.
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Pflege
Die Pflege der Acker-Hundskamille ist sehr unkompliziert: Sie bevorzugt einen sonnigen Standort und einen durchlässigen Boden, der nicht zu nährstoffreich sein muss.
Wasser benötigt die einjährige Pflanze nur wenig, was sie ideal für trockene Standorte macht.
Die Acker-Hundskamille ist pflegeleicht, sät sich durch Selbstaussaat selbst aus und kann durch regelmäßiges Entfernen verblühter Blüten eine zweite Blüte anregen.
Standort & Boden
- Licht: Vollsonnige Standorte sind ideal.
- Boden: Durchlässig, sandig bis lehmig, kalkarm und mäßig nährstoffreich ist die bevorzugte Erde.
Wasserbedarf
- Die Pflanze ist trockenheitsresistent und benötigt daher nur wenig Wasser.
Pflege
- Aussaat: Sie sät sich selbst aus und kann im Frühjahr direkt ins Beet gesät werden.
- Düngung: Eine Düngung ist nicht erforderlich, da die Pflanze genügsam ist.
- Schnitt: Ein Rückschnitt nach der Blüte kann eine zweite Blüte anregen und die Pflanze in Form halten.
- Umsetzung: Wenn Sie die Pflanze dauerhaft im Garten behalten möchten, sollten Sie im Herbst offene Bodenstellen und genügend Raum für die Selbstaussaat schaffen.
Vorteile
- Insektenfreundlich: Die Acker-Hundskamille ist eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Wildbienen und andere Insekten.
- Pflegeleicht: Aufgrund ihrer geringen Ansprüche ist sie sehr einfach zu kultivieren.
- Bodenverbesserung: Sie kann als Vorfrucht zur Bodenverbesserung in der Fruchtfolge eingesetzt werden.
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