Der Wiesenklee (Trifolium pratense)

02.08.2025

...auch Rotklee genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Klee (Trifolium) in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). ...  

Der Wiesenklee ist eine ein- bis zweijährige, ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 80 Zentimeter erreicht.

Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert:

Der Blattstiel ist 1,8 bis 8,6 Zentimeter lang.

Die Blattspreite ist dreiteilig gefiedert, auch gefingert genannt.

Die beiderseits fein behaarten Blättchen sind bei einer Länge von 18 bis 60 Millimeter sowie einer Breite von 8 bis 35 Millimeter sind eiförmig bis elliptisch mit rundlichen Grund; sie weisen einen helleren Fleck in der Mitte auf. Der Rand der Blättchen ist glatt.

Die Blütezeit reicht von April/Mai bis Oktober.

Es werden vielblütige, kugelige bis eiförmige ährige Blütenstände gebildet, die eine Länge von 1 bis 2 Zentimetern und einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern aufweisen.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph (zwei spiegelsymmetrischen Hälften) und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle (Kelch- und Blütenblätter).

Einzelne der fünf violetten Blütenblätter sind verwachsen. Die Krone besitzt die typische Form einer Schmetterlingsblüte (siehe Galerie) und ist 10 bis 18 Millimeter lang.

Die Dunkle Erdhummel Bombus terrestris L. (Rüssellänge 7 bis 9 mm) begeht Nektarraub durch seitlichen Einbruch; die von der Erdhummel in die Kronröhre gebissenen Löcher werden auch von Honigbienen genutzt.

Die Fruchtreife erfolgt von August bis Oktober.

Die Hülsenfrucht (Hülsenfrucht = z.B. Erbse) ist 1,5 bis 4 Millimeter lang und bis zu 1 Millimeter breit und enthält ein bis zwei Samen.

Die hartschaligen Samen sind mindestens 14 Jahre (unter günstigen Bedingungen länger als 100 Jahre) lang keimfähig.

Der Wiesenklee kann bis zu 2 Meter tief wurzeln.

Vegetative Vermehrung erfolgt durch unterirdische Ausläufer.

____

Die vegetative Vermehrung ist eine Form der ungeschlechtlichen Vermehrung von Pflanzen, Pilzen und niederen tierischen Organismen, vor allem Einzellern. Wie Wachstums- und Regenerationsprozesse beruht sie ausschließlich auf der mitotischen Zellteilung. Die Tochtergeneration unterscheidet sich in ihrem genetischen Material daher nicht von der Muttergeneration; sie ist ein Klon.

____

Weitere Vermehrung erfolgt durch den Wind. Die winzigen ein- bis zweisamigen Früchte springen mit einem Deckel auf. Die vertrockneten Blüteteile dienen als Flugorgan (Schirmchenflieger und Flügelflieger).

Ferner erfolgt Zufallsverbreitung durch Grasfresser, Ameisenverbreitung und Ausbreitung durch Regenwürmer.

© wikipedia