
Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare)
Der Gewöhnliche Natternkopf (Echium vulgare), auch Gemeiner Natterkopf oder Blauer Natternkopf genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Natternköpfe (Echium) innerhalb der Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae).
Der Gewöhnliche Natternkopf ist in Europa und in West- bis Zentralasien verbreitet.
Der Gewöhnliche Natternkopf ist eine immergrüne, meist zweijährige oder mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 25 bis 90 (20 bis zu 150) Zentimetern.
Er bildet eine rund 30 bis 80 Zentimeter lange Pfahlwurzel, die schwarz mit rötlichem Schimmer ist.
Im ersten Jahr wird eine grundständige Blattrosette gebildet.
Je nach Standortbedingungen werden ab dem zweiten Jahr ein bis mehrere Stängel gebildet. Der aufrechte, meist reichverzweigte Stängel ist steif und mehr oder weniger stielrund.
Die Laubblätter sind mehr oder weniger dicht in einer grundständigen Rosette und wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Nach oben hin werden die Stängelblätter allmählich kleiner.
Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli oder Oktober.
Die meist zwittrige Blüte ist fünfzählig. Die fünf 10 bis 22 Millimeter langen Kronblätter sind selten weiß, meist zuerst rosafarben bis violett, später färben sie sich blau bis himmelblau. Charakteristisch ist die bei einer Länge von 12 bis 19 Millimetern tiefe, trichterförmige, leicht gekrümmte, rachenförmige Kronröhre.
Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem Hymenopteren, Bienen, Schwebfliegen und Falter; letztere besuchen die Blüten sehr gerne.
Die Klausenfrüchte (Spaltfrüchte) zerfallen in vier kleine Teilfrüchte, sogenannte Klausen. Die hell-braunen Klausen sind bei einer Länge von 2 bis 3 Millimetern eiförmig und dreikantig mit gezähnelt Kanten und an den Seitenflächen sind sie rau.
Eine Spaltfrucht ist eine Unterform der Zerfallfrucht. Sie zerfällt zur Reife durch Spaltung ausschließlich echter Scheidewände in zwei oder mehrere Teilfrüchte (Merikarpien).
Der Gewöhnlichee Natternkopf überdauert den Winter mit Hilfe seiner Pfahlwurzel.
Die Pflanzenteile des Gewöhnlichen Natternkopf sind für kleinere Warmblüter durch den Gehalt an Allantoin und durch Pyrrolizidinalkaloide, z. B. Heliosupin, giftig. Beim Menschen besteht kaum Vergiftungsgefahr.
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