
Das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens)
Das Schmalblättrige Greiskraut (Senecio inaequidens) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Greiskräuter (Senecio) in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Seine ursprüngliche Heimat liegt in Südafrika und Lesotho.
In vielen Teilen der Welt ist es eine invasive Pflanze. In Mitteleuropa gehört sie heute zu den häufigsten Greiskraut-Arten.
Insgesamt erreichen die Pflanzen Wuchshöhen von 30 bis 60 cm.
Es enthält in allen Pflanzenteilen giftige Pyrrolizidinalkaloide.
Das charakteristischste Merkmal ist, wie auch der deutsche Trivialname schon andeutet, die Form der Laubblätter: Sie sind schmal, nur 1 bis 5 mm breit und um die 6 cm lang. Vom Grunde an sind sie fein und scharf gezähnt, wobei allerdings der Blattrand manchmal etwas umgerollt sein kann, so dass die Blätter auf den ersten Blick ganzrandig aussehen.
Die Blütezeit beginnt im Frühsommer (etwa Juni) und endet erst mit dem Wintereinbruch (etwa Ende November).
Die Blütenkörbchen haben einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm. Eine Außenhülle, d. h. eine zweite Reihe von Hüllblättern um das Blütenkörbchen ist vorhanden.
In jedem Körbchen sitzen meist zehn bis dreizehn gelbe Zungenblüten.
Der Samen der Früchte (Nüsschen) wird durch den Wind verbreitet.
Die ursprüngliche Heimat des Schmalblättrigen Greiskrautes umfasst das Winterregengebiet an der Südspitze von Afrika (Südafrika).
Seit den 1970er-Jahren jedoch eroberte es von Nordwesten her in kurzer Zeit große Teile Mitteleuropas.
Oft wächst sie insbesondere entlang von Fernstraßen (Autobahnen) und Eisenbahnlinien auffällige, gelbblühende Massenbestände. Weiterhin wächst sie auf trockenen Ruderalstellen, z. B. auf Baustellen, an (Güter-)Bahnhöfen, an Wegrändern, in Industriegebieten usw.
Das Schmalblättrige Greiskraut gilt als eine vom Menschen eingebrachte Pflanze (Neophyt) mit der schnellsten Ausbreitungsdynamik in Mitteleuropa in den letzten Jahrzehnten. Wegen der rasanten Ausbreitung, der Unempfindlichkeit gegen Schädlinge, Krankheiten, Mahd und Herbizide besteht die Gefahr des Verdrängens der jeweils heimischen Flora.
Darüber hinaus stellt seine Giftigkeit ein Problem für die Landwirtschaft dar. Wie das Jakobs-Greiskraut kann das Schmalblättrige Greiskraut tödliche Vergiftungen bei Weidetieren, insbesondere Pferden und Rindern verursachen.
Bienen können giftige Pollen eintragen und das Volk zum Absterben bringen.
Pyrrolizidin-Alkaloide sind im Honig nachweisbar und bedeuten auch für den Menschen ein gewisses gesundheitliches Risiko.
Für die Schweiz besteht ein Freisetzungsverbot.
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