Gelber von Panama (Amatitlania nanoluteus)

11.08.2025

Der Gelbkopf-Buntbarsch auch "Gelber von Panama" (Amatitlania  nanoluteus) ist ein kleiner Süßwasserfisch aus der Familie der Buntbarsche (Cichlidae), der im nordwestlichen Panama im Einzugsgebiet des Rio Guarumo in der Provinz Bocas del Toro vorkommt. ...

Merkmale

Das größte bisher vermessene Exemplar hatte eine Gesamtlänge von 8,4 cm und eine Standardlänge von 6,4 cm. Der Gelbkopf-Buntbarsch hat einen gedrungenen, hochrückigen und seitlich stark abgeflachten Körper. Mit Ausnahme der transparenten Brustflossen sind die Tiere gelblich gefärbt. 

Wie beim bekannten und nah verwandten Zebrabuntbarsch verlaufen auf den Körperseiten dunkel, senkrechte Bänder, die aber wesentlich weniger deutlich entwickelt sind als beim Zebrabuntbarsch. Stirn und Rücken schimmern leicht grünlich, der hintere Rumpf etwas bläulich. Weibchen lassen sich durch einen dunklen Fleck in der Rückenflosse vom Männchen unterscheiden.

Lebensweise, Lebensraum, Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet von Crenicichla scottii ist Mittelamerika, wo er endemisch im Nordwesten Panamas im Einzugsgebiet des Rio Guarumo (Rio Guabo, Rio Peje Bobo) verbreitet ist. Sein Habitat sind alkalische (pH-Wert 7,5) und weiche (Gesamthärte ca. 5 °dH) Gewässer mit einer Wassertemperatur von ca. 24 °C.

Systematik

Der Gelbkopf-Buntbarsch wurde im Jahr 1994 durch den französischen Ichthyologen Robert Allgayer erstmals wissenschaftlich beschrieben und damals der Gattung Archocentrus zugeordnet. Später erfolgten Zuordnungen zu Cichlasoma und Cryptoheros. Seit einer im Jahr 2016 veröffentlichten Revision der mittelamerikanischen Buntbarsche gehört die Art zu Amatitlania.

Aquaristik-Info

Temperatur: 23 °C - 27 °C
pH-Wert: 7,0-7,5
Aquarium: ab ca. 200 Liter
Schwierigkeit: einfach, Zucht etwas schwieriger

Fütterung:
Frostfutter, Trockenfutter, kleinere Pellets, Artemia, Mysis, kleiner Krill, auch pflanzliche Kost

Haltung:
Dieser Buntbarsch sollte paarweise gepflegt werden. Das Becken sollte gut strukturiert sein, einen sandigen Untergrund besitzen und einige (hartblättrige) Unterwasserpflanzen wie z.B. das Breitblättrige Speerblatt oder das Zwerg-Speerblatt enthalten. Wichtig sind auch ausreichend Versteckmöglichkeiten wie Wurzeln oder Steinaufbauten.

Diese Fische sind anfällig gegen Medikamente oder erhöhte Nitrit- und Nitratwerte im Wasser. Das Wasser sollte außerdem sauerstoffreich sein.

Zucht:
Diese Buntbarsche sind Substratlaicher. Die Weibchen laichen ihre ca. 100 Eier in der Regel in Höhlen oder auf flachen Steinen ab. Die Fischlarven schlüpfen, je nach Wassertemperatur, nach ca. 3-4 Tagen und die Jungfische schwimmen nach einer weiteren Woche frei. Sie können nun mit Artemia-Nauplien gefüttert werden. Beide Elternfische betreiben vor und nach dem Schlupf eine intensive Brutpflege.