
Christlicher Garten
"Raum der Sprache und des Wortes" ...
Er ist die Nachbildung eines mittelalterlichen Klostergartens. Er besteht aus einem Wandelgang um eine quadratische Gartenfläche, der aus goldlackierten Aluminiumprofilen besteht, in die Textpassagen aus Altem und Neuem Testament eingearbeitet sind.
Eine vier Meter hohe Buchenhecke umgibt den Bereich.
Am Ordnungsprinzip eines Kreuzganges orientiert, wird dieser Urtypus modern interpretiert und lädt insbesondere zum Lesen im goldfarben lackierten, lichtdurchfluteten Wandelgang um den quadratischen Innenhof ein.
Anfangs gab es Streit um den Namen, da ursprünglich kein Garten nach einer Religion benannt werden sollte.
Größe: 1000 m²
Eröffnung: 29. April 2011
Der Kreuzgang
Der aus 129 Buchstaben (aus 13 Sprachen) zusammengesetzte "Kreuzgang", der dem eines typischen Klostergartens nachempfunden ist, bildet das Thema des Christlichen Gartens.
Hier kannst du dich lesend durch mehr als 60 Textpassagen bewegen, die sich alle mit dem Thema des Menschen in der Natur beschäftigen.
Die in horizontalen Zeilen angeordneten, gold-lackierten Metall-Lettern bilden ein licht- und luftdurchlässiges Gehäuse, das für spektakuläre Schattenspiele sorgt.
Sie wurden eigens für den Bau gestaltet und gefertigt. Die ausführende Baufirma war sogar so überzeugt von dem ungewöhnlichen Baustoff, dass sie noch vor der finalen Genehmigung mit der Produktion begann. Nur dank ihrer Zuversicht konnte der für das Frühjahr 2011 angesetzte Eröffnungstermin gehalten werden!
Die Bibel und das Abendland
Der "Raum der Sprache und des Wortes", werden modern gestaltete Texte aus der Bibel gezeigt, die durch Zitate aus der abendländischen Philosophie und Kultur erweitert und ergänzt werden. Die Texte reflektieren die Beziehung des Menschen zur Natur und thematisieren den Garten als Sinnbild des christlichen Lebens.
Auf den ersten Blick sieht man nur Buchstaben und viel Gold. Schaut man genauer hin, fällt auf, dass mindestens 6 Buchstaben mit einem senkrechten Buchstabenanteil auf einem Meter angeordnet sind. Das ist wichtig da diese senkrechten Verstrebungen die Statik des Kreuzganges bilden.© Günter Schneider
Heiliges Wasser
Den Mittelpunkt des quadratisch angelegten Gartens bildet ein Wasserspiel, das symbolisch für die Quelle des Lebens steht.
Das Element Wasser ist im Christentum Träger diverser Funktionen und Bedeutungen. Rituelle Bedeutung erhält das Wasser in der Taufe; außerdem spricht man ihm eine heilende und reinigende Kraft zu.
Architektur und Baukunst
Der Garten ist in zweijähriger Bauzeit nach einem Entwurf des Berliner Büros "relais Landschaftsarchitekten" entstanden .
Die typographische Gestaltung erfolgte durch Alexander Branczyk.
Die Texte sind auch der ungewöhnliche "Baustoff" der Installation: Die in gold-lackierten Metall-Lettern wurden eigens für den Bau gestaltet und gefertigt.
Auf den ersten Blick sieht man nur Buchstaben und viel Gold. Schaut man genauer hin, fällt auf, dass mindestens 6 Buchstaben mit einem senkrechten Buchstabenanteil auf einem Meter angeordnet sind. Das ist wichtig da diese senkrechten Verstrebungen die Statik des Kreuzganges bilden.
Die ausführende Baufirma war sogar so überzeugt von dem ungewöhnlichen Baustoff, dass sie noch vor der finalen Genehmigung mit der Produktion begann. Nur dank ihrer Zuversicht konnte der für das Frühjahr 2011 angesetzte Eröffnungstermin gehalten werden!
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