
Chinesischer Garten
Der Garten des wiedergewonnenen Mondes ist der größte Chinesische Garten Europas. Geburtsstunde war 1994 der Vertragsabschluss einer Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Peking. ...
Entworfen wurde der Garten nach Plänen des Pekinger Instituts für klassische Gartenarchitektur. Der gesamte Bau einschließlich der Gartenflächen wurde mit Materialien aus China von Facharbeitern aus Peking ausgeführt. Als klassischer chinesischer Gelehrtengarten zeichnet er sich durch Schlichtheit und dezente Farben (Grau, Weiß und Rot) aus. Ein 4500 m² großer See und das Teehaus Berghaus zum Osmanthussaft sowie eine Zickzackbrücke bilden die Elemente chinesischer Bauten. Die Brücke, auch Chinesische Brücke genannt, soll mit ihrer ungewöhnlichen Zickzack-Form die Blicke der Benutzer besser auf verschiedene Sichten lenken.
- Größe: 27.000 m², davon 5.000 m² Teichfläche
- Eröffnung: 15. Oktober 2000
© wikipedia
Steine mit Geschichte...
1997 erreichten 18 Seecontainer die Gärten der Welt. Gefüllt waren sie mit allerlei spannenden Materialien und Figuren, mit denen in den kommenden vier Jahren der Chinesische Garten gestaltet wurde. Zwei besonders wertvolle Schätze vom anderen Ende der Welt sind die sogenannten Taihu-Steine. Ihren Namen verdanken die bizarren Steine ihrem Herkunftsort, dem Taihu-See im Osten Chinas. Die zerfurchten, durch Erosion durchlöcherten fantastischen Steingebilde müssen so alt und löchrig wie ein guter Käse sein. Bei diesen Steinen gilt: Je mehr Löcher sie haben, umso wertvoller sind sie.
"Garten des wiedergewonnenen Mondes"
Der Name eines chinesischen Gartens verweist oft auf die Lebensgeschichte seines Besitzers. Der 1994 im Rahmen einer Städtepartnerschaft zwischen Peking und Berlin geplante Chinesische Garten trägt den poetischen Namen "Garten des wiedergewonnenen Mondes", wobei der Mond als Sinnbild für die Wiedervereinigung der einstmals geteilten Stadt Berlin steht.
Der Chinesische Garten ist der erste "Garten der Welt" und ein originales Werk chinesischer Gartenkultur. Wesentliche Idee der Gestaltung war die Übersetzung der Jahrtausende alten Gartenkunst Chinas in die Gegenwart. Der Garten ist sowohl Neuschöpfung als auch Erinnerung und Repräsentation der chinesischen Kultur, die in einen symbolischen Dialog mit der Stadt Berlin tritt.
Im Zentrum des Gartens findest du den "Spiegel des Himmels": einen 4.500 qm großen See, der von reich bepflanzten Hügellandschaften, diversen Brücken, verschiedenen Gebäuden und Plätzen umgeben ist.
Pflanzen des Lebens...
Traditionell kommt Pflanzen in China eine hohe Symbolkraft zu.
So stehen Chrysanthemen, die erst dann blühen, wenn alle anderen Pflanzen schon verblüht sind, im Chinesischen Garten für ein langes Leben.
Magnolien erinnern an die Schönheit, Reinheit und Süße des Weiblichen und Kiefern, die für Struktur und Beständigkeit stehen, versinnbildlichen das Männliche.
Bambus, der sich biegt, aber nicht bricht, ist ein Zeichen für Anpassungsfähigkeit.
Chinesische Baukunst...
Das Teehaus ist das architektonische Sahnehäubchen des Chinesischen Gartens. Es ist über verschlungene Uferwege und eine Brücke zu erreichen.
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