Schwertfarne (Nephrolepis)

19.08.2025

Die Schwertfarne (Nephrolepis) sind die einzige Pflanzengattung der Familie Nephrolepidaceae. Die 20 bis 44 Arten sind in den Tropen fast weltweit verbreitet. ... 

Beschreibung

Die Schwertfarne sind ausdauernde krautige Pflanzen. 

Die meisten Arten wachsen epiphytisch, einige Arten auch terrestrisch. 

- Als Epiphyten (altgriechisch ἐπί epí "auf, über" und φυτόν phytón "Pflanze") oder Aufsitzerpflanzen werden Pflanzen bezeichnet, die auf anderen Pflanzen wachsen.

Die Wedel wachsen auf einem kurzen, aufrechten Rhizom. Die Wedel sind einfach gefiedert oder einfach fiederteilig und können bei einigen Arten Längen von mehreren Metern erreichen.

- Ein Rhizom (altgriechisch ῥίζωμα rhizoma, deutsch 'Eingewurzeltes') ist in der Botanik ein meist unterirdisch oder dicht über dem Boden wachsendes Sprossachsen­system ("Erdspross").

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Vermehrung

Farne vermehren sich sowohl ungeschlechtlich durch Sporen als auch geschlechtlich durch die Bildung von männlichen und weiblichen Fortpflanzungsorganen. 

Die einfachste Methode zur Vermehrung ist die Teilung des Farns, wobei größere Farne im Frühjahr geteilt und die Teilstücke neu eingepflanzt werden können.

 Vermehrung durch Sporen:

  • Farne bilden Sporen an der Unterseite ihrer Wedel, die in Sporenkapseln (Sporangien) sitzen.
  • Bei Reife platzen die Sporenkapseln auf und die Sporen werden durch Wind oder Wasser verbreitet.
  • Fallen die Sporen auf einen geeigneten Boden, können sie keimen und einen Vorkeim (Prothallium) bilden, der sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane trägt.

Geschlechtlichen Fortpflanzung:

  • Schwärmerzellen (Spermatozoide) spielen eine Rolle bei der geschlechtlichen Fortpflanzung. Diese mobilen, männlichen Geschlechtszellen werden von den Antheridien (männliche Fortpflanzungsorgane) auf dem Vorkeim (Prothallium) gebildet und schwimmen mithilfe von Geißeln zu den weiblichen Fortpflanzungsorganen, den Archegonien, um dort die Eizellen zu befruchten.  
  • Aus der befruchteten Eizelle kann nun eine neue Farnpflanze  entstehen. 

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Systematik

Taxonomie

Die Gattung Nephrolepis wurde 1834 durch Heinrich Wilhelm Schott in Genera Filicum, Tafel 3 aufgestellt.

Nutzung

Nephrolepis cordifolia und Nephrolepis exaltata werden in tropischen Parks und Gärten als Zierpflanzen verwendet und sind beliebte Zimmerpflanzen.

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Pflege

Standort und Boden
Schwertfarne bevorzugen helle, aber schattige Standorte ohne direkte Sonneneinstrahlung. 

Sie gedeihen gut bei Zimmertemperaturen zwischen 16 und 24 Grad Celsius und schätzen eine hohe Luftfeuchtigkeit. 

Ein leicht kühler Standort im Winter (nicht unter 12 Grad Celsius) ist vorteilhaft, um die Pflanze gesund zu halten. 

Als Substrat eignet sich eine lockere, humusreiche und gut durchlässige Blumenerde, die gleichmäßig feucht gehalten werden sollte, ohne dass es zu Staunässe kommt.

Verwendung
Dank ihres dekorativen Laubs und der buschigen Wuchsform sind Schwertfarne beliebte Zimmerpflanzen, die für Wohnräume, Badezimmer oder Wintergärten geeignet sind. 

Durch ihre Fähigkeit, Schadstoffe aus der Luft zu filtern, tragen sie zur Verbesserung der Raumluftqualität bei, was sie zu einer idealen Pflanze für Wohn- und Arbeitsbereiche macht.

Pflanzung und Pflege

Die beste Zeit zum Umtopfen eines Schwertfarns ist im Frühjahr. 

Dabei sollte ein etwas größerer Topf verwendet und eine gute Drainage sichergestellt werden, um Staunässe zu vermeiden. Der Schwertfarn benötigt eine gleichmäßige Feuchtigkeit, sollte jedoch nicht im Wasser stehen.

Regelmäßiges Besprühen der Wedel hilft, die benötigte hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. 

Von April bis September kann die Pflanze alle zwei Wochen mit einem schwachen Flüssigdünger gedüngt werden, um das Wachstum zu unterstützen.

Schneiden
Ein Rückschnitt ist bei Schwertfarnen in der Regel nicht notwendig. Sollten die Wedel jedoch vertrocknen oder unansehnlich werden, können sie nah an der Basis abgeschnitten werden, um das gesunde Aussehen der Pflanze zu erhalten. Das Entfernen abgestorbener oder gelber Blätter fördert außerdem die Bildung neuer Triebe.


Vermehrung
Die Vermehrung des Schwertfarns erfolgt am besten durch Teilung der Wurzelballen im Frühjahr. 

Dazu wird die Pflanze aus dem Topf genommen und vorsichtig in zwei oder mehr Teilstücke geteilt, die jeweils über eigene Wurzeln und gesunde Triebe verfügen sollten. 

Alternativ können auch sogenannte Ausläufer, die kleinen Ableger, die sich an den Hauptpflanzen bilden, abgetrennt und neu eingepflanzt werden.

Krankheiten und Schädlinge

Schwertfarne sind relativ robust, können aber bei ungünstigen Bedingungen von Schädlingen wie Spinnmilben oder Schildläusen befallen werden, vor allem bei zu trockener Luft. Pilzinfektionen, wie Wurzelfäule, treten bei Staunässe auf.

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