
Ameisen (Formicidae)
hier vermutlich: Die Braunschwarze Rossameise; Camponotus ligniperda ...
Ameisenart aus der Gattung der Rossameisen (Camponotus). Sie gehört zu den größten in Mitteleuropa vorkommenden Ameisenarten.
Der gesamte Körper ist glänzend, der Kopf und der größte Teil des Hinterleibs (Gaster) sind schwarz gefärbt.
Nachdem die jungen Geschlechtstiere zweimal im Nest überwintert haben, schwärmen sie an warmen Nachmittagen zwischen Anfang Mai und Ende Juni.
Die Koloniegründung erfolgt claustral durch eine einzige Königin, kann aber auch in Pleometrose (mehrere Königinnen) erfolgen.
Die Staaten sind fast immer monogyn:
Als monogyn bezeichnet man Ameisen, deren Kolonien nur eine begattete Königin (Gyne) haben. Sind mehrere friedlich zusammen lebende Königinnen in einer Kolonie enthalten, so wird sie als polygyn bezeichnet. Oligogyne Völker haben mehrere Königinnen, welche aber räumlich getrennt leben, da sie sonst gegeneinander kämpfen würden.
Die Nester werden in Totholz angelegt, wobei Weichholz generell bevorzugt wird. Die Bäume werden ausgenagt und in bis zu drei Meter Höhe besiedelt. Zum Nest gehört auch meist ein großer unterirdischer Teil. Auch reine Erdnester sind möglich. Im Gegensatz zu anderen Rossameisen besiedelt C. ligniperda in der Regel kein lebendiges Holz.
Neben der Ernährung mit dem Honigtau der Blattläuse nimmt diese Art auch süße Pflanzensäfte direkt auf. Sie ernährt sich darüber hinaus zoophag (von tierischem Gewebe ernähren) und nutzt Nahrungsquellen in bis zu 40 Meter Entfernung vom Nest.
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Alle bekannten Ameisenarten sind in Staaten organisiert. Sie stellen die bedeutendste Gruppe eusozialer Insekten dar. Ameisenstaaten bestehen aus einigen Dutzend bis mehreren Millionen Individuen. Ameisenstaaten sind arbeitsteilig organisiert und besitzen immer wenigstens drei so genannte Kasten: Arbeiter, Weibchen (Königin) und Männchen. Im Gegensatz zu anderen staatenbildenden Hautflüglern sind bei Ameisen die Arbeiter grundsätzlich flügellos. Nur die geschlechtsreifen Weibchen und Männchen besitzen meist Flügel. Zur Paarung werden bei den meisten Arten beflügelte Weibchen und Männchen aufgezogen, die den elterlichen Bau gleichzeitig in großen Schwärmen verlassen. Bei einigen Verwandtschaftsgruppen und Arten sind allerdings nur die Männchen geflügelt, oder die Vermehrung erfolgt parthenogenetisch, d. h. ohne Männchen. Nach der Paarung sterben die Männchen, während die Weibchen die Flügel abwerfen (oder abbeißen) bzw. verlieren und neue, eigene Kolonien gründen oder in den elterlichen Bau zurückkehren, in dem dann mehrere Königinnen koexistieren.
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